Zur Navigation - Metanavigation überspringen |
Zum Inhalt - Navigation überspringen |
Zur Marginalspalte - Inhalt überspringen |

Wissenschaftliches Arbeiten

Was ist wichtig beim wissenschaftlichen Arbeiten?

 

Begleitend zum Tutorium "Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten" gibt es eine Broschüre mit vielen wichtigen Hinweisen zum korrekten wissenschaftlichen Arbeiten.

Dabei geht es um das Erstellen von Referaten, Protokollen, Hausarbeiten und vieles mehr. Sie können sich ein ausgedrucktes Exemplar in der Koordinationsstelle abholen oder sich die PDF-Datei hier herunterladen

Wie verfasse ich eine Hausarbeit?

 

Eine Hausarbeit als wissenschaftliche Arbeit muss bestimmte formale Kriterien erfüllen, die der Sachlichkeit dienen, aber auch gleichzeitig den Prüfenden eine Korrektur der Arbeit erleichtern. Entscheidend ist, sich an diese Vorgaben zu halten, da sonst die Note darunter leiden kann oder die Hausarbeit gar nicht erst angenommen wird. Wichtig ist auch, dass jede Form von „Text schinden“ schnell erkannt wird und daher nicht zu empfehlen ist (z. B. Platz schindende Formatierung, redundante Phrasen im Text). Sollte eure Hausarbeit wirklich kürzer ausfallen, als die Vorgabe verlangt, und liegt dies nicht an Faulheit, sondern wurde das Thema der Arbeit eingehend und umfassend bearbeitet, kann man mit den jeweiligen Prüfenden sicherlich darüber sprechen und eine Lösung finden.

Bestandteile einer Hausarbeit:

- Deckblatt
- Name der Universität
- Name des Instituts
- Titel der Arbeit
- Name und Art der Veranstaltung
- Semester
- Name Dozent*in
- Name Verfasser*in (mit Adresse, Studiengang und Semesterzahl)

Bsp.:

HBK Braunschweig
Institut für Medienwissenschaft
„Thema der Arbeit“
Seminar: Einführung in die Filmwissenschaft
WS 2017/18
Prof. Dr. Heike Klippel
Norbert Name
Straße 1
38114 Ort
Medienwissenschaft/IST 3. Sem.

- Inhaltsverzeichnis (mit allen Kapiteln und Unterkapiteln)
- Einleitung
- Hauptteil
- Fazit/Schlussteil
- Ggf. Endnoten (statt Fußnoten)
- Literaturverzeichnis
- Evtl. Abkürzungs- oder Abbildungsverzeichnis
- Evtl. Filmografie bzw. Ludografie

Formatierung:

- Schriftgröße: 12 pt.
- Schriftart: gut leserlich, z. B. Times New Roman oder Arial (dann 11 pt.)
- Zeilenabstand: 1,5 Zeilen
- Hervorhebungen (Kursiv/Fett/Unterstrichen) sind nur sparsam und einheitlich zu verwenden!
- Ränder: rechts und links mind. 3 cm (für Korrekturen)
- Blocksatz
- Seitenzahlen
- Übereinstimmende und fortlaufende Gliederung in Text und Inhalts-verzeichnis (1. → 1.2 → 1.2.1 u. s. w.)
- Rechtschreibung/Grammatik
- Umfang i.d.R. 10-12 Seiten, aber je nach Veranstaltung/Modul unterschiedlich. Prüfen Sie hier die Modulbeschreibungen und/oder die Prüfungsordnung und sprechen Sie mit dem*der Lehrenden.

Wie zitiere ich richtig?

 

Es gibt zwei Formen des Zitierens: das wörtliche (direkte) Zitat und das sinngemäße (indirekte) Zitat. Entscheidend ist aber bei beiden, dass der Sinninhalt eines Zitats nicht verändert werden darf (durch Auslassungen etc.).

Bei einem indirekten Zitat werden aus einem anderen Text Zahlenangaben, Informationen, Argumente oder Bewertungen sinngemäß, aber nicht wortwörtlich übernommen. Die Quelle eines indirekten Zitats muss offengelegt werden.

Beim direkten Zitat wird eine bereits publizierte Textstelle wortwörtlich übernommen, d. h. auch alle Schreibfehler und Hervorhebungen. Wörtliche Zitate sind durch Anführungszeichen zu kennzeichnen und die Quelle ist offen zu legen.

Amerikanische Zitierweise:

Bei der amerikanischen Zitierweise werden Quellennachweise direkt nach dem Zitat in Klammern in folgender Form gesetzt:
Nachname des Autors (ohne Komma) Jahreszahl, Seitenzahl des Zitats:
„Fernsehen ist in Deutschland […] immer ein Politikum gewesen“ (Karstens/Schütte 1999, 15).

Es können auch andere Zitierweisen genutzt werden, entscheidend ist aber eine konsequente Einhaltung der gewählten Zitierweise im ganzen Text.


Besonderheiten:

Hervorhebungen im Original

Werden Hervorhebungen aus dem Original nicht übernommen, ist in eckigen Klammern auf diese Veränderung hinzuweisen: [im Original kursiv/fett/unterstrichen].

Fehler im Original

Offensichtliche Fehler im Original, für die man nicht selbst verantwortlich gemacht werden möchte, können mit Zusatz [sic!] oder [!] gekennzeichnet werden.

Auslassungen


Auslassungen in einem Zitat – von Satzteilen oder einzelnen Wörtern – sind durch drei Punkte in eckigen Klammern zu kennzeichnen: […].

Hervorhebungen durch die Verfasser*innen der Arbeit


Werden Worte oder Satzteile abweichend vom Original hervorgehoben, muss dies ebenfalls durch einen Hinweis in eckigen Klammern gekennzeichnet werden: [Hervorhebung durch den Verf.].

Anmerkungen der Verfasser*innen


Eigene Einfügungen in Zitate sind in eckigen Klammern mit einem entsprechenden Hinweis anzugeben: […– Anm. d. Verf.]. Solche Einfügungen sollten aber nur sparsam und wenn unbedingt notwendig verwendet werden.

Änderung grammatikalischer Formen

Wird ein Zitat so in einen laufenden Satz eingefügt, dass sich dadurch gegenüber dem Original grammatikalische Formen verändern, so werden entweder die grammatikalisch nicht passenden Endungen oder die hinzugefügten bzw. veränderten Endungen in eckige Klammern gesetzt. Beispiel: Karstens und Schütte hielten fest, dass das „Fernsehen in Deutschland […] immer ein Politikum gewesen [ist]“ (1999, 15).

Zitat im Zitat


In einem Zitat, in dem selbst zitiert wird bzw. auch Anführungszeichen verwendet werden, werden die ursprünglichen doppelten Anführungszeichen durch einfache ersetzt.

Wiederholte Nennung der Autor*innen


Bei vorheriger Nennung der Autor*innen wird der Name in der Quellenangabe nicht wiederholt: Das Argument von Foucault „…“ (1997, 34) scheint …

Mehrere Werke von Autor*innen

Werden mehrere Werke gleicher Autor*innen aus demselben Erscheinungsjahr zitiert, wird der Jahresangabe entsprechend ein Buchstabe beigefügt: (Foucault 1997a, 34).

Mehrere Autor*innen


Bei bis zu drei Autor*innen werden alle Namen in der Quellenangabe aufgeführt: (Kröncke/Lauterbach/Nohr 2005, 45). 
Bei mehr als drei Autoren wird in der Quellenangabe mit dem lateinischen Ausdruck „et al.“ abgekürzt: (Bergmann et al. 1997, 34).

Zitat anderer Autor*innen

Werden in einem Text andere Autor*innen zitiert, dessen Zitat man ebenfalls in seine eigene Arbeit übernehmen will, so wird dieses Zitat in der Quellenangabe durch den Zusatz „zitiert nach“ gekennzeichnet: (Foucault; zit. nach Nohr 2004, 34).

Zitate sind kein Selbstzweck

Neben der Einhaltung einer einheitlichen und korrekten Zitierweise ist es ebenso entscheidend, keine Angst vor eigenen Erkenntnissen zu haben. Nicht jeder Satz Ihrer Hausarbeit muss belegt sein. Eine Aneinanderreihung von Zitaten zu einem Thema stellt noch keine wissenschaftliche Arbeit dar. Diskutiert die Argumente anderer Autor*innen, widerlegt oder vergleicht sie und zieht eigene Schlussfolgerungen daraus. Sofern es sich nicht um rein faktische Daten handelt, muss aber nachvollziehbar bleiben, woher ihr die Erkenntnisse habt. Das Aufführen der Texte in der Literaturangabe am Schluss der Arbeit reicht dafür nicht.

Internetquellen

... ersetzen keine Literaturrecherche. Grundsätzlich gilt, dass eine wissenschaftliche Fachveröffentlichung aus dem Internet gleichwertig zu einer gedruckten Quelle ist. Gerade Wissenschaftler*innen und Forschungsverbünde publizieren zunehmend im Internet und stellen zumeist auch die Zitierfähigkeit ihrer Texte sicher (Seitenzahlen, gesicherte Zugriffsmöglichkeit). Ein Problem dagegen sind essayistische, journalistische oder private Quellen: Hier ist oft schon kurz nach Auffinden eines interessanten Artikels, eines Zitats, eines Materials o. ä. die Quelle nicht mehr auffindbar – was zum Nachvollzug der Thesenbildung schwer ist. Ebenso verführt das Internet dazu, den Großteil seiner Arbeit aus Netzquellen zu bestreiten (als Ausnahme gelten natürlich Arbeiten, die sich gerade mit dem Internet beschäftigen). Als Faustregel gilt: Dozent*innen werden misstrauisch, wenn mehr als ein Fünftel der Quellen aus dem Netz sind. Da im Internet noch nicht allzu lange publiziert wird, findet sich dort häufig eine reiche Auswahl an aktuellen Texten – man vergisst aber gerne, dass mehrere Tausend Jahre Schrifttradition in den Bibliotheken in physischer Form bereit liegen. Und nicht immer ist das neue Argument das bessere…

Copy & Paste

... aus Internetquellen ist im Rahmen der Einfügung eines normalen Zitats, das als solches korrekt ausgewiesen ist, selbstverständlich möglich. Das Verwenden von fremden Textpassagen in der eigenen Arbeit, ohne deren Kenntlichmachung als Zitat, ist dagegen ein grober Verstoß gegen den wissenschaftlichen Codex. Die Quellen aller direkten und indirekten Zitate müssen offen gelegt werden. Sonst handelt es sich um ein Plagiat. Ein Plagiatsfall in einer Prüfungsarbeit zieht ein Verfahren zur Exmatrikulation nach sich!

Faq

Kontakt zur Koordinationsstelle:

Hochschule für Bildende Künste
Johannes-Selenka-Platz 1
38118 Braunschweig
Gebäude 1, Raum 313

Tel.: +49 (0) 531 391-9020

E-Mail: koordination.mewi@hbk-bs.de