Annette Brauerhoch: Filmräume, Erinnerungsräume: Das Haus der Familie

Doing Space, Doing Gender

Kategorien
Medienwissenschaften, Hochschule

Veranstaltungsart
Vorträge

Ort der Veranstaltung
Aula HBK

Datum
05.11.2019

Uhrzeit
18:30 - 20:00

Doing Space, Doing Gender. Mediale Kategorien

Raum ist eine Grundkategorie für das Wahrnehmen und das Denken: Wir
können uns nichts vorstellen und nichts sehen, was nicht im Raum ist
oder sich im Raum abspielen kann - Raum ist wie eine
Möglichkeitsbedingung von allem. Das lehrt die westliche Philosophie,
für die Raum wie auch Zeit Kategorien a priori sind. Das Konzept des
Doing Space geht nun davon aus, dass diese Vorgängigkeit selbst nur
denkbar ist als sozial produzierte: Raum ist, wo wir uns darauf geeinigt
haben, wo etwas passiert, wo wir uns treffen, wo etwas gewesen ist... wo
Raum nicht in diesem Sinne gemacht ist, können wir nicht von Raum
sprechen. Und ist nicht auch Gender hervorgebracht, ein soziales
Konstrukt, jedenfalls nicht einfach die nachträgliche Markierung einer
vorgängigen materiellen Gegebenheit? Wie überlagern sich Doing Space und
Doing Gender?
Das wollen wir im Wintersemester aus verschiedenen disziplinären
Perspektiven betrachten. Hier kann es darum gehen, wie Menschen
verschiedener Geschlechter Raum produzieren, welche Räume Männern,
Frauen und anderen zugeschrieben werden, wie Orte und Geschlechter sich
gegenseitig zu programmieren scheinen – oder sich umprogrammieren. Es
kann darum gehen, wie Bilder und andere Medien Räume produzieren, die es
vorher nicht gab, um weitere Wege aufzuzeigen; der Film eröffnet eigene
Räume, andere Künste erfinden vielleicht nochmals andere. Was natürlich
ist, steht immer zur Debatte.

Das Kooperationsseminar mit Beiträgen aus Medien- und Kunstwissenschaft
(HBK) und der Stadt- und Architekturforschung (TU) umfasst fünf
gemeinsame Vortragsabende, zu denen sich fünf Seminare treffen (MA
Medienwissenschaft/Heike Klippel, BA Medienwissenschaft/Ulrike
Bergermann, MA Kunstwissenschaft/Viktoria von Flemming, BA
Kunstwissenschaft/Susanne Holschbach, Geschichte und Theorie der
Architektur und Stadt/Tatjana Schneider). Über die fünf Vortragstermine
hinaus trifft sich jedes Seminar getrennt zu eigenen Sitzungen und
Workshops.

Zuletzt bearbeitet von M.Koberski am 02.10.2019

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